Bernd Philipp Publizist und Philodoof
1915. Lebenslage vom 17.09.2017 Bundestagswahl 2017: „Hoffentlich wird es nicht so schön wie es schon ist…“ Alle der Parteien mit Chancen auf den Einzug in den neuen Bundestag, haben mich bei TV-Auftritten und mit ihren so liebevoll gestalteten Wahlplakaten derart begeistert, dass ich sie diesmal ALLE wählen werde. Sie haben es auch alle verdient, denn ihre „Köpfe“ sind so reich an Erfahrung und Seriosität. Ich wählen also… Martin Schulz (SPD). Er hat das gewisse Nichts, aber er verwandelt sich zur Furie, wenn er von „Sozialer Gerechtigkeit“ spricht, die er einst mit dem jetzigen Putin Gasmann Schröder erfolgreich abschaffte (Agenda 2010). Angela Merkel (CDU), die Erfinderin der neuen deutschen Muttihaftigkeit und Göttin des Stillstandes ist meine Rauten-Königin – lächelt rätselhaft und sagt nichts. Oliver Kalkofe, der begnadete Frechling der Spötterszene, findet: „Gegen sie wirkt selbst Buddha wie ein ADHS-gestörter adipöser Zappelphilipp“… Alexander Gauland (AfD), das lebende Tweet-Sakko. Hart, aber unfair. Zu jeder Spontanlüge bereit, die er später relativiert, aber nur, weil die Lügenpresse ihn dazu zwingt. Großer Entsorger von Kritikern. Als Außenminister wäre er ein wunderbarer Partner von bedeutsamen Menschenschindern in Regierungsämtern. Sein grünes Sakko und die passende grüne Krawatte mit Jagdhund-Motiven wird die Modewelt inspirieren. Sarah Wagenknecht (DIE LINKE), das Beauty der Politik. Das manager magazin hat sie in einem „Körpersprachen-Check“ zur Siegerin erklärt. Die Volkswirtin ist sich ihres Aussehens voll bewusst und sendet Signale der Überlegenheit. Sie fixiert ihren politischen Gegner mit erhobenem Kopf, ist voll konzentriert auch beim Zuhören. Und sie ist immer gut vorbereitet, muss nicht in Unterlagen nach den Zitaten anderer wühlen und verplappert sich nicht. Und wenn sie von dem erforderlichen Wandel in der Politik spricht und dass die Armen ärmer und die Reichen reicher werden – dann rufen ihr selbst Nicht-Linke-Wähler zu: „Jenau so isses!“ Cem Özdemir (Bündnis 90/ Die Grünen). Er hat sich einen Platz auf der Regierungspartei einfach verdient – als Bestrafung dafür, dass er jeden Satz beginnt mit dem Hinweis, dass er als Kind türkischer Einwanderer in armen Verhältnissen aufwuchs. Hohe Nerv-Quote! Martin Lindner (FDP) ist der Zwerg Allwissend der deutschen Politik. Der Nachfolger berühmter Freidemokraten wie Heuss, Scheel und Genscher ist der King im Pantheon pompöser Hohlheit. Wenn es was bringt, macht er sich gemein mit jedem. Wir brauchen einen neuen Dialog mit Russland, meint er sinngemäß, jaaaa, die Sache mit der Besetzung der Krim damals – dumm gelaufen. Schwamm drüber. Statt „Wandel durch Annäherung“ jetzt „Wandel durch Anbiederung“. Und sein Motto, auf Wahlplakaten „Digital first, Bedenken second“ ist einfach nur peinlich – Lindner als „Der kleine Trump“. Im neuen Kabinett wäre er als „Minister für Anbiedermeier“ unübertroffen. Lindner first! Sooooooooooo, jetzt habe ich alle genannt, die bei der Wahl mein Kreuzchen kriegen! Da mein Stimmzettel dann ungültig ist, stärke ich die kleinen Parteien, also auch die SPD. Uppppps, dumm gelaufen. Schwamm drüber! WAS ICH AM MITTWOCH MACHE…   Wunderschön ist das erhaltene Ensemble von Alt-Lübars. Dazu gehört das historische Restaurant „Alter Dorfkrug Lübars“ (hier haben schon Oma und Opa gern gespeist und einen gepichelt) sowie der angegliederte LabSaal, einst Prunksaal eines Herrenhauses. Hier finden u.a. unzählige Lesungen und Musikveranstaltungen statt. Hören & Genießen bei möglichem Verzehr an kleinen Tischen. Hier lese ich aus meinem neuen Buch „Wie bleibe ich dick ohne zu hungern?“ und werde begleitet von dem großartigen Pianistin Andreas Wolter. Datum: 20. September, Mittwoch Adresse: Alt-Lübars, 13469 Berlin-Lübars. Beginn: 19 Uhr, Einlass in den LabSaal: 18.30 Uhr. Karten an der Abendkasse: 10 Euro. VERLOSUNG Aus Anlass ihres 20. Firmen-Jubiläums verlost die Online-Druckerei LASERLINE, die auch die „Reinickendorfer Allgemeine Zeitung“ (RAZ) herausgibt, 3 x 2 Freikarten. Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen Sie allerdings folgende Frage beantworten: In welcher Zeitung erschien 30 Jahre lang meine wöchentliche Kolumne „Lebenslagen“? Ihre Antwort bitte bis Dienstag an: veranstaltungen_raz@laser-line.de KURZ UND UNINTERESSANT Klatsch und Tratsch in Schlagzeilen für all jene, die sich die bunten Blättchen nicht kaufen, aber dennoch mitreden wollen. --- Arme Andrea Berg: Wenn sie ihre eigenen Titel hört, kommen ihr immer die Tränen (wem nicht?) --- Heidi Klum und Vito Schnabel gehen nach dreieinhalb Jahren offenbar getrennte Wege. Sie kümmert sich um die Kinder, er wurde beim Fremdschnabeln erwischt --- Brigit Schrowange (59) trennt sich – von ihrer Perücke. Die hat sie getragen, um die grauen Haaransätze nicht nachfärben zu müssen. Jetzt ist sie glücklich mit ihrem Originalhaar: grau. Super! Grau ist das neue Blond --- Andrea Bocelli singt aus Verdis „Rigoetto“ – und YuMi dirigiert (ein Computer!) --- Bei einem Dinner in Saint-Tropez: Karl Lagerfeld zeigt sich oben ohne (Sonnenbrille) – und sieht dabei so traurig aus --- So, das sollte reichen für diese Woche! anzeigen_RAZ@laser-line.de ZITAT Thema: Prognose aus dem Jenseits „Hoffentlich wird es nicht so schön wie es schon ist!“ (Karl Valentin – 1882 bis 1948 – zu den Wahlen in Deutschland) UNKEL GANZ OBEN… Jörg Unkel Foto: Die Hauptstadtfotografen Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Aber unser Fotograf Jörg Unkel, der Chef des Foto- Labels „Die Hauptstadtfotografen“. Als Überflieger entgeht ihm einfach nichts. Hier sieht er ein Flugzeug mit Schwanz über der Schweiz. (www.hauptstadtfotografen.de)